5 Comments

    • christian says:

      15. August 2014 at 8:05

      Ja, sicherlich zeigt sich das Ganze an und in jedem Einzelnen.
      Ob der Einzelne eine Wahl hat, ist eigentlich die Frage, die uns zu lebendigen Wesen machen würde.
      Wie denkst Du darüber?
      Danke für Deinen Kommentar,
      Liebe Grüße, Christian

      • says:

        15. August 2014 at 12:31

        Lieber Christian,

        wann haben wir eine Wahl? Wir wurden als Mensch geboren, an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit mit einem bestimmten Aussehen usw. Und dass sogar mit allen Eigenschaften für Vorlieben, Abneigungen, Begabungen bzw. Talenten. Wie oft passiert es uns, dass wir eine Entscheidung in Bruchteilen von Sekunden treffen müssen. Wer oder was wählt da aus? Es denkt in mir, das ist meine Erfahrung.

        Der Mensch und alle anderen Wesen und Dinge entstehen, haben ihr Dasein, – ihre Zeit und vergehen wieder. Dazwischen gibt es Handlung, die aber meistens aus Reaktionen auf Bedingungen resultiert.

        Und, aber ja doch sind wir lebendige Wesen. Wir sind der lebendige Ausdruck des Ganzen im Kleinen,
        mit allen von uns sogenannten Fehlern, Unvollständigkeiten und schönen Eigenschaften. Der zeitliche Ablauf aber ist Absolut. Darin gibt es kein „hätte ich mal dies oder jenes sein gelassen. Schön wäre es gewesen, wenn jenes so oder so geschehen wäre“.

        Der Ablauf ist so und nicht anders – Sosein eben. Das ist, was wir Menschen durch unser unterscheidendes Denken nicht wahrhaben wollen. Wir nehmen das nicht an. Das ist unser eigentliches Problem. Und wunderbar ist auch, dass wir so verschieden sind. Wär ja doch sonst ein bisserl langweilig, oder?

        Liebe Grüße, Andreas

        • christian says:

          15. August 2014 at 15:17

          Lieber Andreas,

          da sprichst Du mir ganz aus der Seele. Wir entscheiden nur innerhalb von den Gegebenheiten, die unserem Naturell eigen sind und die den Bedingungen entsprechen, denen wir „zufällig“ ausgeliefert sind. Und dennoch meine ich, kann man das Glück haben, vielleicht Wünsche zweiter Ordnung zu bilden. Damit meine ich, etwas anderes zu wollen als man vordergründig aus Impulsen, Gewohnheiten und Bedingungen heraus will, sondern das, was man als richtig erkannt hat aber noch nicht will. Bei einem Saturntransit würde man nicht nur einfach sagen, „ich will aufhören“ sondern auch wollen, irgendwann einmal die Abstinenz zu genießen und dies ohne einen Zwang von selbst auferlegten Beschränkungen. Bei der Umsetzung eines Willens zweiter Ordnung hätten wir uns innerhalb eines determinierten Systems vielleicht, vor allem wenn wir dabei ein Stückchen eigener Trägheit überwunden haben, trotzdem ein Stück Freiheit erarbeitet.

          Und zum anderen: Ja, es ist schön, dass die Natur unsere Radices so reichhaltig verschieden gestaltet hat, dass jedes Wesen einzigartig ist und insofern anders mit dieses Fragen umgeht.

          Liebe Grüße,
          Christian

  1. says:

    31. August 2014 at 0:21

    Lieber Christian,

    ein (Künstler-) Freund aus alten Tagen sagte mir einmal: „Es gibt keine Eigenleistung“. Er hat damit voll ins Schwarze getroffen. Er hat, wie man so schön sagt, damit (für mich) die Essenz erfasst.

    Was ich damit meine ist, wir sind immer den Bedingungen ausgeliefert. Wir sind selbst das Leben in seinem Fluß bzw. in seinem Verlauf.

    „Wir haben die Möglichkeit zur Erfahrung der Wirklichkeit wie sie ist, jenseits der Grenzen des Ichs und unseren Kategorien.“

    Wie verwirklichen wir das?

    Durch Übung oder Gnade? Ich bin mir darin nicht gewiss.

    Ein Beispiel aus dem Zen-Buddhismus…

    HOTEI zeigt mit dem Finger auf den Mond

    „Der Finger der auf den Mond zeigt ist nicht der Mond.“

    Hotei, der in seinem großen Sack die Glücksgüter bringt,
    fährt mit seinem Kahn auf dem See – 12., oder 4. Haus (?) Je nachdem.
    Der Mond am Himmel, der selbst nicht zu sehen ist, spiegelt sich im faltigen Bauch Hoteis.
    Der Mond und er sind EINS!
    Lachend verspricht er den Mond als Gabe.
    Aber wer kann schon den Mond ergreifen?

    Lehre, die keine Lehre,
    Wort, ungehört als Wort.
    Hast du den Mond gefunden,
    dann tu den Finger fort.
    Der Heimgekehte fragt nicht nach seinem Heimatort
    Tanka Tennen (739 – 824)

    Liebe Grüße

    Anderas

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